Reisanbau in Japan
Newsbeitrag vom 14.11.2016.

Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „Oishii! Essen in Japan“ im Linden-Museum

Der Reisanbau in Japan

Reis ist bis heute das wichtigste Grundnahrungsmittel Japans und darf auch auf Festen als Opfergabe für die Götter nicht fehlen. Aus Reisstroh verfertigte Bannseile schmücken jeden Shinto-Schrein und Hausaltar. Der Diavortrag zeigt die traditionellen Techniken des Nassreisanbaus und einige der seine Arbeitsschritte begleitenden Riten, die die japanische Kultur nachhaltig geprägt haben. Dabei wird abschließend auch auf die Vor- und Nachteile der zunehmenden Mechanisierung des Reisanbaus eingegangen.

Referent: Dr. Ulrich Pauly, Bonn

Ort: Linden-Museum Stuttgart, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart, www.lindenmuseum.de
Eintritt: jeweils EUR 3,-/2,-/DJG- und GEV-Mitglieder frei
Freitag, den 02.12.2016, 18.30 Uhr

Kooperationspartner: Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V., Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e.V., Linden-Museum Stuttgart

( 14.11.2016 | Kategorie: Terminankündigung | Zurück zum seitenanfang)



Das Erdbeben von Ostjapan 2011
Newsbeitrag vom 14.11.2016.

Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „Oishii! Essen in Japan“ im Linden-Museum

Das Erdbeben von Ostjapan 2011 und die Optionen einer Risikogesellschaft

Die Dreifachkatastrophe vom 11. März 2011 – Erdbeben, Tsunami, Kernschmelze – ist Anlass, bei der Kalkulierung hoch riskanter Phänomene über das vermeintlich Unmögliche nachzudenken. „Sicherheit hat höchste Priorität“. Dieser besonders populäre Slogan nationaler Entscheidungsträger klingt gut, ist aber schon deshalb unglaubwürdig, weil Sicherheit, sollte sie wirklich höchste Priorität haben, gar nicht finanzierbar ist – ganz abgesehen davon, dass nicht jeder damit einverstanden ist, zunehmende Sicherheit auf Kosten abnehmender persönlicher Freiheiten in Kauf zu nehmen. Wer die Chancen der Technik nutzen will, muss Risiken akzeptieren. Die zentrale Frage kann nicht lauten: Wollen wir mehr Sicherheit? Sie muss vielmehr heißen: Wie viel finanzielle (und sonstige) Belastung ist eine Gesellschaft für mehr Sicherheit (und weniger Risiko) zu tragen bereit? Wie hält es Japan mit dem Risiko und der Sicherheit, wenn es um die Verwundbarkeit durch Erdbeben, Tsunami und Atomenergie geht? Mit diesen Fragen ist nicht nur die Risikogesellschaft Japans konfrontiert.

Referent: Prof. Dr. Winfried Flüchter, Universität Duisburg-Essen

Ort: Linden-Museum Stuttgart, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart, www.lindenmuseum.de
Eintritt: jeweils EUR 3,-/2,-/DJG- und GEV-Mitglieder frei
Freitag, den 09.12.2016, 18.30 Uhr

Kooperationspartner: Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V., Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e.V., Linden-Museum Stuttgart

( 14.11.2016 | Kategorie: Terminankündigung | Zurück zum seitenanfang)



Tee- ein Lebenselixier
Newsbeitrag vom 13.11.2016.

Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „Oishii! Essen in Japan“ im Linden-Museum

Tee – ein „Lebenselixier“ zwischen Alltag, Mode, Luxus und Kunst

Impressionen aus einer Ethnologie des Trinkens

Allein im Jahr 2015 wurden weltweit 5,2 Millionen Tonnen Tee produziert. Tee ist mithin nach Wasser das meist konsumierte Getränk. Doch Tee ist weit mehr als eine durstlöschende Flüssigkeit mit verschiedenen Geschmacksnoten. Als Hauptgetränk vieler Gesellschaften steht Tee im Zentrum komplexer Trinkkulturen, in denen technische Fertigkeit, soziale Ordnung, weltanschauliche Vorstellung und materieller Ausdruck zusammen fliessen. Am Beispiel des tibetischen Buttertees und des japanischen Grüntees gibt der Vortrag Einblicke in zwei faszinierende Tee-Trinkkulturen Asiens.

Referentin: Dr. Martina Wernsdörfer, Kuratorin für Süd-, Zentral- und Ostasien, Völkerkundemuseum der Universität Zürich

Ort: Linden-Museum Stuttgart, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart, www.lindenmuseum.de
Eintritt: jeweils EUR 3,-/2,-/DJG- und GEV-Mitglieder frei
Freitag, den 13.Januar 2017, 18.30 Uhr

Kooperationspartner: Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V., Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e.V., Linden-Museum Stuttgart

( 13.11.2016 | Kategorie: Terminankündigung | Zurück zum seitenanfang)



Shinnenkai 2017
Newsbeitrag vom 13.11.2016.

Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.

Das Japanische Neujahrsfest Shinnenkai 2017 im Jahr des Hahnes

Samstag, den 21. Januar 2017, 18 Uhr, im Linden-Museum Stuttgart

Kappa – Japans Wasserkobolde

Zu den heutzutage häufig übersehenen Gefahren in Japans schöner Natur gehören die meist niedlich aussehenden, 60-120 cm großen Kappa, die vor allem in Flüssen, Seen und Bewässerungskanälen leben. Von einer Begegnung mit ihnen können für naive Badende tödliche Gefahren ausgehen. Junge Frauen müssen zudem mit einer für die Kappa zwar artgerechten, aber für uns aufgeklärte Menschen als sexuell inkorrektes Verhalten nicht hinnehmbaren Vergewaltigung rechnen.
Der Dia-Vortrag befasst sich zunächst mit dem Aussehen und der Geschichte der Kappa in Japan. Danach wird er auf die religiöse Verehrung eingehen, die den Kappa als einerseits Segen bringenden, andererseits aber auch Schaden an Leib und Leben hervorrufenden Erscheinungsformen der Wassergottheit entgegengebracht wird. In diesem Zusammenhang werden zwei den Kappa gewidmete Feste in Kagoshima und in Tokyo vorgestellt.

Dr. Ulrich PAULY, ist Japanologe und hat sich seit 1971 insgesamt rund 20 Jahre in Japan aufgehalten.Sein besonderes Interesse gilt der Volkskunde, dem Volksglauben und der alten Geschichte Japans.

Umrahmt wird der Vortrag durch Darbietungen der Japanischen *YOSAKOI- Tanzgruppe.

Zum Fest gehören auch Essen und Trinken nach japanischer Art für ein Miteinander in freundlichem Gespräch.

Eingeladen sind alle die sich für Japan interessieren.
Eintrittspreise sind 12 €, ermäßigt 8 €.
Anmeldungen werden empfohlen über
* die Homepage _www.djg-bw.de___ab dem 15.12.2016 mit dem dort bereit stehenden doodle-Programm,
* telefonisch unter 0711-127-777-99 und
* mit Mail an  > japanisches.honorarkonsulat@de.trumpf.com<

Veranstalter: Deutsch-Japanische Gesellschaft BW in Kooperation mit den Linden-Museum

( 13.11.2016 | Kategorie: Terminankündigung | Zurück zum seitenanfang)



Naturraum Japan
Newsbeitrag vom 13.11.2016.

Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung  - Oishii! Essen in Japan-  im Linden-Museum

Japan: Der Naturraum als Potential und Herausforderung

Der Vortrag führt zunächst in die physio-geographischen Grundlagen Japans ein, ihre naturlandschaftlichen Zusammenhänge und kulturlandschaftlichen Auswirkungen. Es folgt eine Bewertung der Natur, die einerseits hervorragende Wirtschaftspotenziale und touristische Attraktionen bietet, andererseits durch Handicaps, insbesondere ständig drohende Naturkatastrophen, die Menschen herausfordert. Drittens geht es um eine Bestandsaufnahme dieser Naturkatastrophen, die in Japan alles andere als Jahrhundert-Ereignisse sind, sowie um die Bedeutung des Katastrophenschutzes in einem wohlhabenden Staat.

Referent: Prof. Dr. Winfried Flüchter, Universität Duisburg-Essen

Ort: Linden-Museum Stuttgart, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart, www.lindenmuseum.de
Eintritt: jeweils EUR 3,-/2,-/DJG- und GEV-Mitglieder frei
Freitag, den 03.Februar 2017, 18.30 Uhr

Kooperationspartner: Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-W?rttemberg e.V., Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e.V., Linden-Museum Stuttgart

( 13.11.2016 | Kategorie: Terminankündigung | Zurück zum seitenanfang)



Japanische Gastlichkeit
Newsbeitrag vom 10.11.2016.

Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „Oishii! Essen in Japan“ im Linden-Museum

O-motenashi-japanische Gastlichkeit

Facetten eines kulturellen Schlüsselkonzeptes

Als die japanische Küche im Dezember 2013 mit der Aufnahme in die Riege der immateriellen Kulturgüter der UNESCO geadelt wurde, war die japanische Gastlichkeitskultur, japanisch „O-motenashi“, ein wichtiges Argument. O-motenashi als Gastlichkeitsphilosophie spricht alle fünf Sinne an. Häufig beruft man sich dabei auf die Tradition des sad? oder chad?, des Teekults. Er ist gewissermaßen die am stärksten durchästhetisierte und ritualisierte Form japanischer Gastlichkeit. Der Vortrag erkundet Ideale und Praxis der japanischen Gastlichkeit im privaten wie im öffentlichen Raum.

Referentin: Prof. Dr. Irmela Hijiya-Kirschnerei, Professorin für Japanologie (Literatur und Kulturgeschichte), Freie Universität Berlin

Ort: Linden-Museum Stuttgart, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart, www.lindenmuseum.de

Eintritt: jeweils EUR 3,-/2,-/DJG- und GEV-Mitglieder frei

Freitag, den 17.2.2017, 18.30 Uhr

Kooperationspartner: Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V., Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e.V., Linden-Museum Stuttgart

( 10.11.2016 | Kategorie: Terminankündigung | Zurück zum seitenanfang)



Japanische Lebensmittel-Industrie
Newsbeitrag vom 09.11.2016.

Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „Oishii! Essen in Japan“ im Linden-Museum

Wirtschaftliche Bedeutung der japanischen Lebensmittelindustrie und aktuelle Trends

Die japanische Küche gehört zum UNESCO Weltkulturerbe, und Japaner haben eine besonders hohe Lebenserwartung. Dies lässt auf ganz besondere Ernährungsgewohnheiten schließen. Gaumenfreude gepaart mit Ästhetik, Gesundheitsbewusstsein und einem hohen Qualitätsanspruch, waches Interesse an allem Neuen, und ein unstillbares Informationsbedürfnis – vor diesem Hintergrund hat sich im High-Tech-Land Japan, das im Mittel nur 40 % seines Bedarfs an Nahrungsmitteln im Land decken kann, eine sehr eigenständige Lebensmittelindustrie entwickelt, die mit vielen innovativen Produkten eine alternde Gesellschaft versorgt und dabei auch die Modernisierung der japanischen Landwirtschaft vorantreibt.

Referent: Prof. Dr. Rolf Schmid, Bio4Business, Stuttgart

Ort: Linden-Museum Stuttgart, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart, www.lindenmuseum.de
Eintritt: jeweils EUR 3,-/2,-/DJG- und GEV-Mitglieder frei
Freitag, den 03.3.2017, 18.30 Uhr

Kooperationspartner: Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V., Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e.V., Linden-Museum Stuttgart

( 09.11.2016 | Kategorie: Terminankündigung | Zurück zum seitenanfang)



Vortrag Sake
Newsbeitrag vom 09.11.2016.

Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „Oishii! Essen in Japan“ im Linden-Museum

Der japanische Sake -Genussmittel und Heiliger Trank

Von der Herstellung her eigentlich zu den Bieren zu rechnen, stellt Sake („Reiswein“) eines der bekanntesten Genussmittel Japans dar. Das Land kann auf eine lange Geschichte der Sake-Herstellung zurückblicken, und noch heute finden sich regionale Brautraditionen in allen Teilen Japans. Auch international erfreut sich der Sake immer größerer Beliebtheit. Kaum bekannt sein dürfte der Umstand, dass dem Sake auch im Bereich des Religiösen eine große Bedeutung zukommt. Als Heiliger Trank (miki) bereits in den Liedern des japanischen Altertums besungen, findet er bis in die Gegenwart, beispielsweise bei den Thronbesteigungsriten eines neuen Kaisers, zeremonielle Verwendung. Der Vortrag wird sich bemühen, diese doppelte Funktion des Sake, beliebtes Genussmittel und Heiliger Trank, anhand von Fallbeispielen deutlich zu machen.

Referent: Prof. Dr. Klaus Antoni, Universität Tübingen, Asien-Orient-Institut

Ort: Linden-Museum Stuttgart, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart, www.lindenmuseum.de
Eintritt: jeweils EUR 3,-/2,-/DJG- und GEV-Mitglieder frei
Freitag, den 21.4.2017, 18.30 Uhr

Kooperationspartner: Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V., Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e.V., Linden-Museum Stuttgart

( 09.11.2016 | Kategorie: Terminankündigung | Zurück zum seitenanfang)



BambusBlätter Herbst 2016
Newsbeitrag vom 10.10.2016.

Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach der Sommerpause können wir Ihnen wieder eine neue Ausgabe der  BambusBlätter Ausgabe Herbst 2016  mit folgendem Inhalt vorlegen:
* Impressum
* Liebe Leserinnen und Leser
* Buch-Kritik und -Empfehlungen
* Isaak Newton, die Yamanoteline und ich
* Anmerkungen zur “Yamanoteline”
* Reisen und Tourismus
* Veranstaltungshinweise mit Japanbezug
* Vorträge im Rahmen der Sonderausstellung “Oishii!”- Essen in Japan

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Grosse Präsident

Bambusblätter 2016 IIc.pdf

( 10.10.2016 | Kategorie: Bambusblätter | Zurück zum seitenanfang)



Oishii! Essen in Japan
Newsbeitrag vom 02.08.2016.

Vorträge im Rahmen der Sonderausstellung „Oishii! Essen in Japan“

Kooperationspartner: Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V., Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e.V., Linden-Museum Stuttgart
Ort: Linden-Museum Stuttgart, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart, www.lindenmuseum.de
Eintritt: jeweils EUR 3,-/2,-/DJG- und GEV-Mitglieder frei

Der Reisbau in Japan

Referent: Dr. Ulrich Pauly, Bonn
Reis ist bis heute das wichtigste Grundnahrungsmittel Japans und darf auch auf Festen als Opfergabe für die Götter nicht fehlen. Aus Reisstroh verfertigte Bannseile schmücken jeden Shinto-Schrein und Hausaltar. Der Diavortrag zeigt die traditionellen Techniken des Nassreisbaus und einige der seine Arbeitsschritte begleitenden Riten, die die japanische Kultur nachhaltig geprägt haben. Dabei wird abschließend auch auf die Vor- und Nachteile der zunehmenden Mechanisierung des Reisbaus eingegangen.
Freitag, den 2.12.2016, 18.30 Uhr

Das Erdbeben von Ostjapan 2011 und die Optionen einer Risikogesellschaft

Referent: Prof. Dr. Winfried Flüchter, Universität Duisburg-Essen
Die Dreifachkatastrophe vom 11. März 2011 – Erdbeben, Tsunami, Kernschmelze – ist Anlass, bei der Kalkulierung hochriskanter Phänomene über das vermeintlich Unmögliche nachzudenken. „Sicherheit hat höchste Priorität“. Dieser besonders populäre Slogan nationaler Entscheidungsträger klingt gut, ist aber schon deshalb unglaubwürdig, weil Sicherheit, sollte sie wirklich höchste Priorität haben, gar nicht finanzierbar ist – ganz abgesehen davon, dass nicht jeder damit einverstanden ist, zunehmende Sicherheit auf Kosten abnehmender persönlicher Freiheiten in Kauf zu nehmen. Wer die Chancen der Technik nutzen will, muss Risiken akzeptieren. Die zentrale Frage kann nicht lauten: Wollen wir mehr Sicherheit? Sie muss vielmehr heißen: Wie viel finanzielle (und sonstige) Belastung ist eine Gesellschaft für mehr Sicherheit (und weniger Risiko) zu tragen bereit? Wie hält es Japan mit dem Risiko und der Sicherheit, wenn es um die Verwundbarkeit durch Erdbeben, Tsunami und Atomenergie geht? Mit diesen Fragen ist nicht nur die Risikogesellschaft Japans konfrontiert.
Freitag, den 9.12.2016, 18.30 Uhr.

Tee – ein „Lebenselixier“ zwischen Alltag, Mode, Luxus und Kunst Impressionen aus einer Ethnologie des Trinkens
Referentin: Dr. Martina Wernsdörfer, Kuratorin für Süd-, Zentral- und Ostasien, Völkerkundemuseum der Universität Zürich.
Allein im Jahr 2015 wurden weltweit 5.2 Millionen Tonnen Tee produziert. Tee ist mithin nach Wasser das meist konsumierte Getränk. Doch Tee ist weit mehr als eine durstlöschende Flüssigkeit mit verschiedenen Geschmacksnoten. Als Hauptgetränk vieler Gesellschaften steht Tee im Zentrum komplexer Trinkkulturen, in denen technische Fertigkeit, soziale Ordnung, weltanschauliche Vorstellung und materieller Ausdruck zusammenfliessen. Am Beispiel des tibetischen Buttertees und des japanischen Grüntees gibt der Vortrag Einblicke in zwei faszinierende Tee-Trinkkulturen Asiens.
Freitag, den 13.1.2017, 18.30 Uhr

Japan: Der Naturraum als Potenzial und Herausforderung

Referent: Prof. Dr. Winfried Flüchter, Universität Duisburg-Essen
Der Vortrag führt zunächst in die physio-geographischen Grundlagen Japans ein, ihre naturlandschaftlichen Zusammenhänge und kulturlandschaftlichen Auswirkungen. Es folgt eine Bewertung der Natur, die einerseits hervorragende Wirtschaftspotenziale und touristische Attraktionen bietet, andererseits durch Handicaps, insbesondere ständig drohende Naturkatastrophen, die Menschen herausfordert. Drittens geht es um eine Bestandsaufnahme dieser Naturkastastrophen, die in Japan alles andere als Jahrhundert-Ereignisse sind, sowie um die Bedeutung des Katastrophenschutzes in einem wohlhabenden Staat.
Freitag,den 3.2.2017, 18.30 Uhr

O-motenashi – japanische Gastlichkeit: Facetten eines kulturellen Schlüsselkonzept

Referentin: Prof. Dr. Irmela Hijiya-Kirschnerei, Professorin für Japanologie (Literatur und Kulturgeschichte), Freie Universität Berlin
Als die japanische Küche im Dezember 2013 mit der Aufnahme in die Riege der immateriellen Kulturgüter der UNESCO geadelt wurde, war die japanische Gastlichkeitskultur, japanisch „O-motenashi“, ein wichtiges Argument. O-motenashi als Gastlichkeitsphilosophie spricht alle fünf Sinne an. Häufig beruft man sich dabei auf die Tradition des sad? oder chad?, des Teekults. Er ist gewissermaßen die am stärksten durchästhetisierte und ritualisierte Form japanischer Gastlichkeit. Der Vortrag erkundet Ideale und Praxis der japanischen Gastlichkeit im privaten wie im öffentlichen Raum.
Freitag, den 17.2.2017, 18.30 Uhr

Wirtschaftliche Bedeutung der japanischen Lebensmittelindustrie und aktuelle Trends

Referent: Prof. Dr. Rolf Schmid, Bio4Business, Stuttgart
Die japanische Küche gehört zum UNESCO Weltkulturerbe, und Japaner haben eine besonders hohe Lebenserwartung. Dies lässt auf ganz besondere Ernährungsgewohnheiten schließen. Gaumenfreude gepaart mit Ästhetik, Gesundheitsbewusstsein und einem hohen Qualitätsanspruch, waches Interesse an allem Neuen, und ein unstillbares Informationsbedürfnis – vor diesem Hintergrund hat sich im High-Tech-Land Japan, das im Mittel nur 40 % seines Bedarfs an Nahrungsmitteln im Land decken kann, eine sehr eigenständige Lebensmittelindustrie entwickelt, die mit vielen innovativen Produkten eine alternde Gesellschaft versorgt und dabei auch die Modernisierung der japanischen Landwirtschaft vorantreibt.
Freitag, den 3.3.2017, 18.30 Uhr

Der japanische Sake: Genussmittel und Heiliger Trank
Referent: Prof. Dr. Klaus Antoni, Universität Tübingen, Asien-Orient-Institut
Von der Herstellung her eigentlich zu den Bieren zu rechnen, stellt Sake („Reiswein“) eines der bekanntesten Genussmittel Japans dar. Das Land kann auf eine lange Geschichte der Sake-Herstellung zurückblicken, und noch heute finden sich regionale Brautraditionen in allen Teilen Japans. Auch international erfreut sich der Sake immer größerer Beliebtheit. Kaum bekannt sein dürfte der Umstand, dass dem Sake auch im Bereich des Religiösen eine große Bedeutung zukommt. Als Heiliger Trank (miki) bereits in den Liedern des japanischen Altertums besungen, findet er bis in die Gegenwart, beispielsweise bei den Thronbesteigungsriten eines neuen Kaisers, zeremonielle Verwendung. Der Vortrag wird sich bemühen, diese doppelte Funktion des Sake, beliebtes Genussmittel und Heiliger Trank, anhand von Fallbeispielen deutlich zu machen.
Freitag, den 21.4.2017, 18.30 Uhr

( 02.08.2016 | Kategorie: Terminankündigung | Zurück zum seitenanfang)



 
Impressum, Nutzungsbedingungen und rechtliche Hinweise | Technische Hinweise | Copyright © 2008 Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V. Alle Rechte vorbehalten.