Vortrag zum Enryakuji
Newsbeitrag vom 05.02.2008.

Titel: Enryakuji, geistiges Zentrum Japans und Ursprung moderner Universitäten
Vortragender: Gottfried W. Wollboldt
Datum: Freitag, den 07.März 2008, 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Bürgerzentrum Stuttgart West, Bebelstrasse 22 , 70193 Stuttgart
Mit der U4 oder U9 bis Schwabstrasse/Bebelstrasse zu erreichen. Parkplatz im Gebäude.

Obwohl nur als Tempel der dritten Generation gegründet, entwickelte sich der Enryaku im Laufe der Heianzeit zum geistigen Zentrum des Landes, das nicht nur den buddhistisch theologischen Nachwuchs ausbildete, sondern auch Künstler, Architekten, Ingenieure, politische Berater, Mediziner und nicht zuletzt Mönchkrieger (Sohei). Diese waren weniger Ergebnis einer kämpferischen Gesinnung der Mönche, als Nebenprodukt ihrer psychologischen und physiologischen Kenntnisse, die der Buddhismus seit seiner Entstehung angesammelt hatte. Der Enryakuji wurde von Oda Nobunaga im Jahre 1571 abgebrannt und praktisch ausgelöscht. Das moderne Hochschulwesen Japans stützt sich jedoch weniger auf die Tradition des Enryakuji als auf die Tradition des Hongwanji, derjenigen buddhistischen Richtung, die aufgrund der im Enryakuji gewonnenen Erkenntnisse die Tücken der Endzeitlehre überwunden hatte und die größte Anzahl der Japaner zu ihrer Anhängerschaft machen konnte, der Jodo Shinshu. An den Toren des Hongwanji, der als Tempel von Ketzern begann, prangt heute das kaiserliche Wappen. Der Vortrag wird von Photographien begleitet, die der Referent anlässlich eines touristischen Besuchs der Tempelanlage auf dem Berg Hiei gemacht hat.

延暦寺日本の精神の中心であり現代の大学の起源。

延暦寺は第三世代の寺として建立されたにもかかわらず平安時代国の精神的中心として発展し、単に仏教の菩薩僧を養成するだけでなく芸術家、建築家、技師、政治的側近、医師、そして僧兵も養成されたのである。このことは僧が戦うという考え方からだけではなく仏教成立来集められた心理的生理的知識を戦いに用いたのであった。延暦寺は1571年に織田信長によってことごとく炎上し焼失した。現代日本の大学制度は延暦寺の伝統よりも本願寺に拠るところが多いのであるが、延暦寺から得た認識が末期の教えの危険(末法)を克服させたのであり多くの日本人を浄土真宗に導くことが出来たのである。非正統な寺として始まった本願寺の門には今日皇室の紋章が人目を引いている。講演は講演者が旅行者として寺を観光するために比叡山に登った時の写真入りである。

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Vortrag über Miyajima
Newsbeitrag vom 30.01.2008.


Datum: Freitag, den 08. Februar 2008, 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Bürgerhaus West, Sophie-Knosp-Raum, Bebelstr. 22 ( U-Bahn Haltestelle und Tiefgarage), Stuttgart
Miyajima – die heilige Insel im Wandel der Zeiten

Die Insel Miyajima in der Präfektur Hiroshima gehört mit Matsushima und Ama no hashidate zu den so genannten ‚drei schönsten Landschaften Japans’. Sie ist auch die Insel ‚auf der niemand stirbt und niemand geboren wird’, denn als heilige Insel ist sie mit zahlreichen Tabus belegt.

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Gefangenenlager Bando
Newsbeitrag vom 20.12.2007.


Für die Entwicklung und Förderung der deutsch-japanischen Beziehungen ist das Lager Bandô, in dem deutsche Kriegsgefangene nach dem Fall von Tsingtau untergebracht wurden (1917 bis 1920), von wesentlicher Bedeutung. Das Entgegenkommen der japanischen Lagerleitung ermöglichte ein reges kulturelles Leben im Lager. Deutsche Kultur kam durch Handwerkskunstausstellungen sowie in zahlreichen Theater- und Konzertaufführungen zur Entfaltung. Bekanntestes Beispiel ist Beethovens „Symphonie Nr. 9“, die 1918 in Japan zum ersten Mal durch eines der Lagerorchester aufgeführt wurde. Der Austausch zwischen Deutschen und Japanern setzte sich auch nach Schließung des Lagers fort, da sich eine größere Anzahl von Deutschen nach ihrer Entlassung in Japan niederließ.

Die Bibliothek des Deutschen Instituts für Japanstudien (DIJ, Tôkyô) besitzt eine größere Sammlung an Originalmaterialien aus Bandô sowie weitere Dokumente aus den anderen Lagern in Kurume, Marugame, Narashino und Tokushima. Es handelt sich dabei u.a. um in der Lagerdruckerei hergestellte Zeitschriften, Broschüren, Landkarten, Vortragsmanuskripte, Theater- und Konzertprogramme, Postkarten und Fotos.

Diese so genannte Bandô-Sammlung wird im Internet in einer virtuellen Ausstellung auf der Seite http://bando.dijtokyo.org präsentiert. Im heutigen Vortrag sollen anhand dieser Internet-Seite bei einem Rundgang durch Bandô die Kontakte zwischen Deutschen und Japanern, das „Theater ohne Frau“ sowie das Lagerleben zwischen Konditorei Geba und Fassbierausschank der Kegelbahnküche beleuchtet werden.

Ursula Flache ist Bibliothekarin und Japanologin. Sie hat von 2003 bis 2006 die Bibliothek des Deutschen Instituts für Japanstudien in Tôkyô geleitet. Zur Zeit promoviert sie an der Universität Tübingen mit einer Arbeit zum Itsukushima Schrein.

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板東俘虜収容所 - インターネット上の「一味ちがう」収容所

青島陥落後にドイツ人兵俘虜を収容(1917年~1920年)した板東俘虜収容所は、日独関係の発展と促進において重要な意義を持っています。日本人所長の理解により、俘虜たちは収容所内で活気に満ちた文化的な生活を送ることができ、美術工芸展覧会および数多くの演劇やコンサートの上演によってドイツ文化を開花させました。もっともよく知られている例は、ベートーベンの「交響曲第九番」が、1918年に収容所オーケストラにより日本で初めて演奏されたことです。ドイツ人の多数が解放後も日本に留まったため、日独間の交流は収容所閉鎖後も続き、。東京にあるドイツ-日本研究所の図書室は板東収容所の資料原典、さらに久留米、丸亀、習志野そして徳島の各収容所の文献からなるコレクションを所有しています。コレクションには収容所内の印刷所で印刷された新聞、小冊子、地図、講演テキスト、演劇・コンサートのプログラム、パンフレット、写真などがあります。

このいわゆる板東コレクションはインターネット上のバーチャル展覧会(http://bando.dijtokyo.org)で紹介されています。今日の講義ではそのウェブサイトを用いて板東収容所を一巡し、日独交流や「女性のいない劇」など。洋菓子店やボウリング場付属生ビール酒場まであった収容所生活を説明します。

ウルズラ・フラッヘ(Ursula Flache)は図書館司書で、日本学を専攻しています。2003年から2006年まで東京にあるドイツ-日本研究所で図書室長として勤務しました。現在はテュービンゲン大学の博士課程に在籍し、厳島神社をテーマとして博士論文を書いています。

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新年会・講演会
Newsbeitrag vom 15.12.2007.

講演会
テーマ:神々の国と日本文化の多様性
講演者:チュービンゲン大学日本学科研究室
クラウス アントニ教授

日本の文化的ランドスケープ(景観)である出雲は、日本歴史最古の時期から
宗教的、文化的そして何度も政治的自立性の意味でも良く知られています。
8世紀の文献資料でも既に出雲の特殊性が引用され、明らかに太陽の女神や皇室の祖先の神性や天照大御神をめぐる日本のパンテオン(合同記念墓廟)ともほとんど係わりの無い独自の神々の世界にまでも。。。
講演の前後に音楽演奏があり(入場無料)、立食式軽飲食(有料)も設けて楽しい
社交の夕べが締めくくられます。
場所:リンデン 博物館 Hegelplatz 1. Stuttgart

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