Vortrag zum Enryakuji
Newsbeitrag vom 05.02.2008.

Titel: Enryakuji, geistiges Zentrum Japans und Ursprung moderner Universitäten
Vortragender: Gottfried W. Wollboldt
Datum: Freitag, den 07.März 2008, 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Bürgerzentrum Stuttgart West, Bebelstrasse 22 , 70193 Stuttgart
Mit der U4 oder U9 bis Schwabstrasse/Bebelstrasse zu erreichen. Parkplatz im Gebäude.

Obwohl nur als Tempel der dritten Generation gegründet, entwickelte sich der Enryaku im Laufe der Heianzeit zum geistigen Zentrum des Landes, das nicht nur den buddhistisch theologischen Nachwuchs ausbildete, sondern auch Künstler, Architekten, Ingenieure, politische Berater, Mediziner und nicht zuletzt Mönchkrieger (Sohei). Diese waren weniger Ergebnis einer kämpferischen Gesinnung der Mönche, als Nebenprodukt ihrer psychologischen und physiologischen Kenntnisse, die der Buddhismus seit seiner Entstehung angesammelt hatte. Der Enryakuji wurde von Oda Nobunaga im Jahre 1571 abgebrannt und praktisch ausgelöscht. Das moderne Hochschulwesen Japans stützt sich jedoch weniger auf die Tradition des Enryakuji als auf die Tradition des Hongwanji, derjenigen buddhistischen Richtung, die aufgrund der im Enryakuji gewonnenen Erkenntnisse die Tücken der Endzeitlehre überwunden hatte und die größte Anzahl der Japaner zu ihrer Anhängerschaft machen konnte, der Jodo Shinshu. An den Toren des Hongwanji, der als Tempel von Ketzern begann, prangt heute das kaiserliche Wappen. Der Vortrag wird von Photographien begleitet, die der Referent anlässlich eines touristischen Besuchs der Tempelanlage auf dem Berg Hiei gemacht hat.

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Vortrag über Miyajima
Newsbeitrag vom 30.01.2008.

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Datum: Freitag, den 08. Februar 2008, 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Bürgerhaus West, Sophie-Knosp-Raum, Bebelstr. 22 ( U-Bahn Haltestelle und Tiefgarage), Stuttgart
Miyajima – die heilige Insel im Wandel der Zeiten

Die Insel Miyajima in der Präfektur Hiroshima gehört mit Matsushima und Ama no hashidate zu den so genannten ‚drei schönsten Landschaften Japans’. Sie ist auch die Insel ‚auf der niemand stirbt und niemand geboren wird’, denn als heilige Insel ist sie mit zahlreichen Tabus belegt.

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Gefangenenlager Bando
Newsbeitrag vom 20.12.2007.

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Für die Entwicklung und Förderung der deutsch-japanischen Beziehungen ist das Lager Bandô, in dem deutsche Kriegsgefangene nach dem Fall von Tsingtau untergebracht wurden (1917 bis 1920), von wesentlicher Bedeutung. Das Entgegenkommen der japanischen Lagerleitung ermöglichte ein reges kulturelles Leben im Lager. Deutsche Kultur kam durch Handwerkskunstausstellungen sowie in zahlreichen Theater- und Konzertaufführungen zur Entfaltung. Bekanntestes Beispiel ist Beethovens „Symphonie Nr. 9“, die 1918 in Japan zum ersten Mal durch eines der Lagerorchester aufgeführt wurde. Der Austausch zwischen Deutschen und Japanern setzte sich auch nach Schließung des Lagers fort, da sich eine größere Anzahl von Deutschen nach ihrer Entlassung in Japan niederließ.

Die Bibliothek des Deutschen Instituts für Japanstudien (DIJ, Tôkyô) besitzt eine größere Sammlung an Originalmaterialien aus Bandô sowie weitere Dokumente aus den anderen Lagern in Kurume, Marugame, Narashino und Tokushima. Es handelt sich dabei u.a. um in der Lagerdruckerei hergestellte Zeitschriften, Broschüren, Landkarten, Vortragsmanuskripte, Theater- und Konzertprogramme, Postkarten und Fotos.

Diese so genannte Bandô-Sammlung wird im Internet in einer virtuellen Ausstellung auf der Seite http://bando.dijtokyo.org präsentiert. Im heutigen Vortrag sollen anhand dieser Internet-Seite bei einem Rundgang durch Bandô die Kontakte zwischen Deutschen und Japanern, das „Theater ohne Frau“ sowie das Lagerleben zwischen Konditorei Geba und Fassbierausschank der Kegelbahnküche beleuchtet werden.

Ursula Flache ist Bibliothekarin und Japanologin. Sie hat von 2003 bis 2006 die Bibliothek des Deutschen Instituts für Japanstudien in Tôkyô geleitet. Zur Zeit promoviert sie an der Universität Tübingen mit einer Arbeit zum Itsukushima Schrein.

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