Wer wir sind. Die Geschichte der DJG BW.

Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg ( DJG BW ) wurde am 26.1.1962 von dem ehemaligen Botschaftssekretär der Deutschen Botschaft in Tokyo und späteren Leiter des Kulturreferats Nord-Württemberg, Herrn Stanislaus Klimek, gegründet. 1965 konstituierte sich ein japanischer Beirat und am 17.11.1966 erfolgte die offizielle Eintragung als eingetragener Verein beim Finanzamt Stuttgart - Körperschaften unter dem Ziel der Völkerverständigung. Zu diesem Zeitpunkt bestand die DJG BW aus 25 Mitgliedern.

1975 wurde der bisherige Geschäftsführer, Herr Christian Doehler, Leiter des Referats für Auslandskunde und Öffentlichkeitsarbeit beim Institut für Auslandskunde und Leiter der Informationsseminare für Führungskräfte in Zusammenarbeit mit dem Presse-und Informationsamt der Bundesregierung von 75 Mitgliedern zum neuen Präsidenten gewählt.

Im Zeitraum von 1975 bis 1988 entwickelte sich die Gesellschaft mit einem erweiterten Vorstand und japanischen Beisitzern über intensive Verbindungen zu Firmen, Instituten, Ministerien und zur Presse zu einer der großen Gesellschaften in Deutschland. Zur motivierenden Integration trugen die Einrichtungen eines Joren-Kai-Stammtisches, eines Mitgliederverzeichnisses zur Kommunikation und der Herausgabe des take-no-ha- Informationsorgans bei. Feste Veranstaltungen, wie Nikolausfeinern, Mochitsuki, Neujahrsfeiern oder Filmvorführungen, Wirtschaftsgespräche, Ausstellungen, Konzerte, Führungen und Studienreisen nach Japan sowie wirtschaftliche Kontaktvermittlungen und persönliche Beratungen führten zur stetigen Weiterentwicklung.

Der Aufschwung erforderte 1988 eine Neufassung der Satzung mit der Einsetzung von zwei Stellvertretern des Präsidenten, eines Veranstaltungsausschusses und eines deutsch-japanischen Beirats. Mit Initiativen der DJG BW konnten eine Samstagsschule für japanische Kinder in Stuttgart, die Japanische Internatsschule Toin-Gakuen in Saulgau, ein japanisches Restaurant in Stuttgart und 1992 das Japanische Honorarkonsulat in Stuttgart ins Leben gerufen werden .Zusammen mit der 1990 gegründeten Nihon-Jin-Kai Stuttgart wurde so eine japanische Infrastruktur für Stuttgart geschaffen, welche die Gesellschaft bis zum Jahre 2000 auf 460 Mitglieder ansteigen ließ und deren Reputation zum 30-jährigen Jubiläum der DJG BW mit einem Festvortrag des Ministerpräsidenten a.D. Dr. Lothar Späth gekrönt wurde. In dieser Zeit beteiligte sich die DJG BW auch an der Gestaltung des Japanischen Gartens während der IGA, verstärkte die Kontakte zu vielen Schwestergesellschaften in Japan, führte thematische Studienreisen nach Japan durch und fungierte als Tagungsort der so genannten Südschiene der im Süden ansässigen DJGen im Dachverband.


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2001 übernahm Herr Volker Gempt, Marketingleiter und Leiter des Kundenbindungsprogramms bei Porsche, die Präsidentschaft. Er initiierte eine Diskussionsrunde in der Mitgliedschaft um die Modernisierung der Gesellschaft, was zur Anpassung der Satzung, Umstrukturierungen im Vorstand, die Neuorganisation auf e-mail-Basis und zur Bereinigung des Mitgliedsverzeichnisses führte. Es entstanden  neue Interessen-Gruppierungen. Der Aufbau differenzierter Diskussionsforen zum aktuellen Zeitgeschehen in Japan in Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart und dem Japanischen Juristenverein sowie Wiederbelebungen japanischer Filmvorführungen, eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Japanischen Honorarkonsulat oder die Pflege japanischer Freundschaften beim Joren Kai führten zur Konsolidierung der Gesellschaft.

Seit der Übernahme der DJG BW durch den Japanologen und ehemaligen Filialleiter der Deutschen Bank in Tokyo und Osaka, Herrn Dr. Hans-Dieter Laumeyer, bahnte sich im Jahre 2007 ein erneuter Wandel an. Hier erwies sich eine neue Satzung, die Einrichtung einer Initiativ-Gruppe Veranstaltungen (IGV) und eine Aufwertung der Gesellschaft durch Kooperationen mit dem Japanologischen Seminar in Tübingen und dem Lindenmuseum in Stuttgart als hilfreich. Als Lehrbeauftragter am Seminar für Japanologie der Universität Tübingen initiiert der Präsident gemeinsame Veranstaltungen mit jungen Wissenschaftlern und bietet die DJG BW als populärwissenschaftliches Forum an, das sich mit kulturellen und gesellschaftlichen Themen bereits bewährt hat.

Durch die Verbindung zu unserer neuen Partnergesellschaft in Nagano, der Zusammenarbeit mit dem Japanclub Baden-Württemberg und dem Auftritt der Gesellschaft im Internet wurde ein modernes deutsch-japanisches Fundament gelegt, das die Ziele und das Bild der DJG BW für die Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit in Baden- Württemberg trägt.

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